Die allgemeine Problematik für Unternehmen bei der Beauftragung von externen Dienstleistern

Die Scheinselbstständigkeit ist in Deutschland ein großes Thema! Viele Unternehmen arbeiten seit Jahren vertrauensvoll mit Freiberuflern, Subunternehmern, Honorarkräften, Freelancern oder Solo-Selbstständigen zusammen.

Die Auftraggeber/-nehmer-Beziehung ist geprägt durch einen hohen fachlichen Input und die Flexibilität. Jahrelang gab es keine Beanstandungen bei Betriebsprüfungen. In den letzten Jahren hat sich die Prüfpraxis der Deutschen Rentenversicherung geändert. Vermeintlich selbstständige Auftragnehmer werden immer häufiger rückwirkend zu Scheinselbstständigen erklärt, obwohl sie eine Gewerbeanmeldung besitzen, Umsatzsteuer abführen, mehrere Auftraggeber und eine eigene Betriebsstätte haben.

Die Folgen können für den Auftraggeber in der Insolvenz und dem Gefängnis enden.

Die Gründe

Der vermeintliche Auftraggeber läuft Gefahr, die kompletten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile nachzahlen zu müssen. Die Verjährung kann von 4 auf 30 Jahre verlängert werden. Dazu werden noch Säumniszuschläge von einem Prozent pro Monat (also 12% per Jahr) erhoben. Das bedeutet, dass selbst mittelständische Unternehmen Gefahr laufen, Nachforderungen in Millionenhöhe zahlen zu müssen.

Desweiteren können Unternehmer bzw. Geschäftsführer einer GmbH mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren verurteilt werden (§ 266a StGB).

Wir unterstützen Ihren Steuerberater

Der BGH stellte in seinem Urteil bereits im Februar 2004 (AZ: IX ZR 246/02) fest, dass ein Steuerberater den sich stellenden so­zialversicherungsrechtlichen Fragen nicht selbst nachgehen darf, sondern sei­nem Mandanten anheimgeben muß, einen mit den notwendigen Erfahrungen ausgestatteten Rechtsanwalt aufzusuchen. Zur Beratung in sozialversiche­rungsrechtlichen Fragen darf ein Steuerberater weder berechtigt noch ver­pflichtet sein (vgl. Gräte/Lenzen/Sehmeer, aaO Rn. 311).

Warum unterstützen wir Ihren Steuerberater

Das Bundessozialgericht hat in seiner Entscheidung vom 5.3.2014 festgestellt, dass die Statusfeststellung nach § 7a SBG IV zu den Aufgaben zählt, die nicht zu den Nebenleistungen der Steuerberatung zählen. Somit dürfen Steuerberater ihre Mandanten bei Anträgen auf Durchführung der Statusfeststellung nicht beraten und vertreten. Tun sie es doch, handelt es sich um unbefugte Rechtsberatung.

Mit den erfahrenen auf das Sozialversicherungsrecht spezialisierten Rechtsanwälten der jura ratio Rechtsanwaltsgesellschaft mbH arbeiten wir seit Jahren mit zahlreichen Steuerberatern und auch Steuerberaterverbänden erfolgreich zusammen.

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Beratungskosten für das Statusfeststellungsverfahren können von der Steuer abgesetzt werden.

Beratungskosten für das Statusfeststellungsverfahren bei der Clearingstelle der …

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Kosten für Statusfeststellungsverfahren sind steuerlich absetzbar

Urteil Scheinselbstständigkeit – Pflegekraft als freier Mitarbeiter

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Urteil Scheinselbstständigkeit – Honorararzt (freier Mitarbeiter)

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Besonders gefährdete Branchen sind unter Anderem:

  • Bus-/Chauffeurdienstleister, Spedition (Fahrer als Auftragnehmer)
  • Sprachschulen, Repetitoren, Akademien (Lehrer, Korrektoren usw.)
  • Gastronomie (Servicekräfte, Mietköche, Barista, Lieferfahrer)
  • Computerdienstleistungen (SAP, Internetseiten, Telefonanlagen)
  • Büro-/Schreibarbeiten
  • Unternehmensberatung (Interim-Management)
  • Baubetriebe (Subunternehmer)
  • Gesundheitssektor (Honorarärzte und Pflegekräfte, Physiotherapeuten)
  • Künstler
  • Architekturbüros, Ingenieurbüros (Auftragsvergabe, Planungsleistungen, Bauleitung)
  • Freiberufler (freie Mitarbeiter)
  • Sportstudios, Fitnesskurse, Personal Training (Trainer, Übungsleiter)
  • Werbe-, Event- und Promotionagenturen

Die häufisten Fragen zum Thema Scheinselbstständigkeit unserer Mandanten

Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Mandanten

Was sind Säumniszuschläge?

Was ist eine Nettolohnfiktion?

Gibt es eine Art Vertrauensschutz bei der Betriebsprüfung?

Was ist eine Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung?

Was ist ein Scheinselbstständiger?

Dürfen Steuerberater das Statusfeststellungsverfahren begleiten?

Was ist ein Statusfeststellungsverfahren?

© Goran Bogicevic

Wie geht es mit dem Unternehmen weiter?

Immer mehr Seniorpartner schließen mit einem Juniorpartner einen Gesellschaftsvertrag für die Nachfolgeplanung ab. In sozialrechtlicher Hinsicht ergeben sich hier einige Problemfelder.